Mission – Entwicklung – Frieden

Mission – Entwicklung – Frieden

Der Sachausschuss „Mission, Entwicklung, Frieden“ setzt sich für die Erhaltung und Intensivierung der freundschaftlichen Beziehungen zu unserem Partnerbistum Bhopal in Mittelindien ein, die bereits seit über 40 Jahren bestehen.

Der Ausschuss hält mit seinen zahlreichen Aktionen und Informationsveranstaltungen das Interesse der Pfarrgemeinde am Leben und Wirken der indischen Freunde aufrecht und versucht, dass dieses Interesse sich auch über den Pfarrbezirk St. Norbert / Pfarrei St. Franziskus hinaus auf den ganzen Stadtteil Coerde ausweitet.

Außerdem sucht der Sachausschuss „Mission, Entwicklung, Frieden“ geeignete Möglichkeiten, finanzielle Mittel aufzubringen, die zur Unterstützung der zahlreichen Mitarbeiter des Erzbischofs Dr. Leo Cornelio in Bhopal in ihrem sozialen, medizinischen und erzieherischen Engagement eingesetzt werden.

Unser Team: Pfarrer André Sühling, Jutta Theile, Werner Abbing, Carola Stricker, Rita Baum, Ute Gedig, Christa Böcker, Ursula Zschenker.

Unsere Aktivitäten:

  • Unterstützung bei der Sternsinger-Sammelaktion „Kinder helfen Kindern“ Anfang Januar
  • Organisation des Erntedank-Marktes an Erntedank
  •  Lichtermarkt am 1. Advent
  • Spontane Frühschoppen, Verkauf von Glühwein, Informationsveranstaltungen
  • Organisation einer Reise nach Indien zu unseren Freunden, alle 2 – 3 Jahre, um vor Ort „Gesicht zu zeigen“

In welche Projekte gehen die Spendengelder und die Erlöse aus den verschiedenen Aktionen? Die Pfarre St. Norbert hat schon viele Projekte erfolgreich und nach dem Leitsatz  „Hilfe zur Selbsthilfe“ unterstützt. Mit dem Geld werden drei Kinderwohnheime in den ländlichen Gebieten um Ashta und Fathepur unterstützt. Dort wohnen Kinder der Urbevölkerung Indiens (Adivasi), die ohne Unterbringung in solchen zentralen Heimen, ohne Förderunterricht neben dem normalen Schulunterricht keinen Zugang zu Bildung und Ausbildung und keine Aussicht auf ein eigenständiges, menschenwürdiges Leben hätten

Mit Hilfe von Spenden aus Münster errichteten der Erzbischof von Bhopal und sein Bistum seit 1971 die Fundamente für die geistige und materielle Entwicklung der Region. Bhopal ist inzwischen ein beispielhafter geistlicher Mittelpunkt für die Missionsarbeit Indiens geworden.

Für die Gemeindemitglieder in Coerde wurde Bhopal im Laufe der Zeit ein Begriff. Doch wer sich kennt und Freunde sein will, muss sich begegnen. So besuchten die jeweiligen Erzbischöfe des Erzbistums und ihre Mitarbeiter die Gemeinde St. Norbert, wie jüngst  im Januar 2016 Father Franklin. Wiederholte Reisen unserer Gemeindemitglieder nach Bhopal festigen die „Brücke der Freundschaft“.

Es gibt die Möglichkeit, einzelne Patenschaften für Kinder zu übernehmen. Die Kosten für Unterbringung, gesundheitliche Pflege, Unterrichtung etc. pro Kind pro Monat betragen 14 €, d.h. bei einem Aufenthalt von 10 Monaten im Jahr im Wohnheim – 2 Monate Ferien in der eigenen Familie – sind das jährlich 140 €/Kind.

Spendenkonto: Kirchengemeinde St. Franziskus, IBAN: DE79 4006 0265 0003 7840 00, Stichwort: Bhopal

 

Kontakt

Aktuelles:

Suche Frieden – Gewalt gegen Christen in Bhopal, Indien

Bei seinem letzten Besuch in Münster bemerkte Fr. Suman zum Katholikentags-Motto „Suche Frieden“. „Ihr habt es gut hier in Deutschland mit eurem Frieden zwischen den Gesellschaftsschichten und den Religionsgemeinschaften. Bei euch wird Toleranz ganz groß geschrieben.“ Fr. Suman erklärt:

„Ganz anders bei uns in Indien und besonders in Madhya Pradesh – Bhopal,  wo der Frieden zwischen den Religionsgemeinschaften schwindet. Seitdem die Hindupartei die Regierung bildet, lässt diese Partei den Radikalen freie Hand in ihren religiös motivierten Gewalttaten gegen Christenfamilien und christliche Institutionen.

Sie wollen das Volk glauben machen, dass wir Christen mit unseren sozialen -, karitativen – und Bildungsaktivitäten nur das Ziel der Konversion, also der Christianisierung verfolgen.

Nein, wir missionieren Hindus nicht, wir halten uns an alle staatlichen Gesetze, wenden uns mit unserer Arbeit an die Ärmsten der Armen, die Kastenlosen und die Stammesbevölkerung, die am stärksten unter Bedrohung und Gewalt leiden und am leichtesten eingeschüchtert werden können. Mehrere Hundert-Millionen Menschen gehören dazu. Und wir Christen sind doch nur 26 Millionen, also 2% von1,3 Milliarden Indern!

Die neue Devise der Regierung ist: alle Inder sind von Natur aus Hindus, somit müssen alle Andersgläubigen „re-hinduisiert“ werden. Diese Politik der „Coming-Home“-Bewegung geht mit wachsender Gewalt vor.

Geeta, das heilige Buch der Hindus, ist jetzt obligatorischer Bestandteil eines jeden Religionsunterrichts, auch in den Christlichen Schulen und für alle Christen.

Christliche Aktivitäten, Hostels, Kindergärten, Schulen stehen unter ständiger Beobachtung. Falsche Beschuldigungen sind an der Tagesordnung, bringen uns vor Gericht.

Trotzdem sind unsere Christlichen Schulen noch immer überlaufen – auch von Kindern aus „guten“ Familien. Wir hoffen sehr auf Frieden.“   

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