sankt franziskus
Kath. Kirchengemeinde Münster

Hochzeit & Ehe

Hochzeit & Ehe
Heiraten - worum geht's?

Dass ein Paar sich traut, sich traut zu heiraten – das ist das Ergebnis eines meist langen Weges. „Verliebt, verlobt, verheiratet …“ – so selbstverständlich ist das nicht. Umso schöner, wenn Paare diesen Schritt bewusst setzen.

Kirchlich zu heiraten heißt nicht nur, Gott um seinen Segen und seine Begleitung für das Paar zu bitten. Das heißt zugleich: davon überzeugt sein, dass an der Liebe und Freude des Paares, aber auch an seinem Ringen und dem Willen, immer wieder neu zueinander Ja zu sagen, ablesbar ist, wie konkret Gott es mit seiner Treue und Liebe zu den Menschen meint.

Dass die Liebe in allem das letzte Wort hat: dafür Zeugen zu sein, das traut Gott und die Kirche den Ehepaaren zu.

Hochzeit planen

Hier einige praktische Hilfen, um die kirchliche Trauung möglichst gut für alle Beteiligten “in Angriff“ zu nehmen:

Wenn der Entschluss zur kirchlichen Hochzeit steht, ist es hilfreich, als erstes mit dem Pfarrbüro Kontakt aufzunehmen. Dort lässt sich klären, ob der gewünschte Termin und die betreffende Kirche zur Verfügung stehen. Auch praktische Fragen (Blumenschmuck, musikalische Begleitung etc.) lassen sich dort ansprechen. Die Gottesdienstzeit für eine Trauung in unserer Pfarrei kann individuell vereinbart werden. Zu beachten ist allerdings, dass eine Traufeier wegen der Gemeindegottesdienste in der St. Norbert-Kirche und in der St. Thomas Morus-Kirche an einem Samstag spätestens um 15 Uhr beginnen muss. An Sonntagen und an hohen kirchlichen Feiertagen (z.B. Weihnachten/Ostern) kann keine eigene Traufeier stattfinden.

Ob die Seelsorger von St. Franziskus eine Trauung außerhalb des Pfarrgebiets feiern können, kann nicht zugesagt werden. Dies kann nur direkt mit dem angefragten Seelsorger besprochen und vereinbart werden.

Da eine kirchliche Ehe zwar eine persönliche Angelegenheit, aber auch ein öffentliches Ereignis ist, dass der Wohnortgemeinde nicht egal sein kann, ist zuerst der Pfarrer des Wohnortes der Braut oder des Bräutigams zuständig, die rechtlichen Voraussetzung für die Trauung abzuklären, unabhängig davon, ob das Paar in der Wohnortspfarrei oder anderswo heiraten möchte. Dazu wird das sogenannte „Ehevorbereitungsprotokoll“ mit den Brautleuten aufgenommen.

Spätestens einen Monat vor der Trauung soll ein Gespräch mit dem Seelsorger stattfinden, der die Traufeier leitet, so dass die Brautleute gemeinsam mit ihm den Gottesdienst besprechen können.

Wenn ein Paar zwei unterschiedlichen christichen Konfessionen angehört, kann nach Vereinbarung ein Traugottesdienst mit je einem Seelsorger der beiden Konfessionen stattfinden. Die Trauung selber erfolgt jedoch nach dem Ritus und im Sinngehalt nur einer der betreffenden Konfessionen, eine “ökumenische Trauung” gibt es nicht.

Wenn einer der Partner aus der Kirche ausgetreten ist, einer anderen oder auch keiner Religionsgemeinschaft zugehört ist, ist dennoch eine kirchliche Trauung möglich. Näheres, auch über die Möglichkeiten zur Gestaltung der Feier, kann der Seelsorger ausführen.

Folgende Dokumente sind von den Brautleuten zu besorgen:

Von beiden Partnern ist ein Auszug aus dem Taufregister (Taufzeugnis) nötig, der nicht früher als sechs Monate vor dem Trautermin ausgestellt sein soll. Die Taufzeugnisse können bei dem Pfarrbüro der Taufgemeinden angefordert werden.

Wenn das Paar vor der kirchlichen Trauung auch standesamtlich heiratet, ist eine Kopie der Urkunde der standesamtlichen Trauung vorzulegen.

Brautleutekurs

Wir empfehlen jungen Paaren an einem sogenannten „Brautleutekurs“ oder „Ehevorbereitungskurs“ teilzunehmen. Dort treffen Paare aufeinander, die auf die Trauung zugehen, und beschäftigen sich mit Fragen und Erfahrungen rund um die Themen Partnerschaft, Beziehungsleben im Alltag und Hochzeit.

Katholische Bildungshäuser bieten solche Kurse als Abendprogramm oder Wochenendveranstaltung an. Nähere Infos lassen sich im Internet recherchieren. Auch das Pfarrbüro kann Auskunft geben.

Ehejubiläen

Wenn ein Paar 25 Jahre oder gar ein halbes Jahrhundert miteinander Freud und Leid geteilt hat, dann ist das ein Grund zu danken: Das Paar mit der Familie dankt Gott. Die Gemeinde dankt dem Ehepaar für das gelebte Beispiel, dass Ehe gelingen kann.

Wegen der Absprache eines Gottesdienstes wenden Sie sich bitte an das Pfarrbüro.

Zugleich sei auf den regelmäßig stattfindenden „Tag der Ehejubiläen“ im Dom zu Münster hingewiesen. Dieser wird u. a. mit einem festlichen Segensgottesdienst im Dom und anschließendem Empfang im Priesterseminar begangen. Weitere Infos unter: www.bistum-muenster.de/index.php?myELEMENT=173948.

Wenn Ehen bedroht sind oder zerbrechen

Beziehung ist nicht allein Gefühl, sondern auch Arbeit („Beziehungsarbeit“). Sie lebt von einer wachsenden Achtsamkeit füreinander und für den Einzelnen. Zudem braucht sie die Bereitschaft, an den Herausforderungen und Konflikten im Miteinander zu wachsen und zu reifen.

Angesichts der Bedeutung des kirchlichen Eheversprechens möchte die Kirche Ehepaaren Unterstützung in Ehe- und Beziehungskonflikten bieten.

Zu seelsorglich vertraulichen Gesprächen stehen zum einen die Mitglieder des Seelsorge-Teams bereit. Hingewiesen sei aber auch auf fachliche Beratungsangebote wie z.B. die Ehe-, Lebens- und Familienberatungsstellen des Bistums: www.ehefamilieleben.de.

Nichtsdestotrotz kann es dazu kommen, dass Beziehungen scheitern und Ehen zerbrechen. Nach katholischem Verständnis kann eine geschlossene kirchliche Ehe nicht geschieden werden. Aber auf Antrag kann durch das kirchliche Diözesangericht geprüft werden, ob wirklich alle Voraussetzungen für eine kirchlich gültige Eheschließung gegeben waren und die Ehe zu annulliert ist. Nähere Infos unter www.dioezesangericht.de.

Weitere Informationen gibt:

Pfarrbüro
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