Lichtermarkt

Lichtermarkt

Am 6. Dezember 2015 war alles wie gewohnt – der Lichtermarkt fand wieder im Freizeitheim St. Norbert statt, die Besucher freute es. Der Ausschuss „Mission, Entwicklung, Frieden“, die Hauptschule, die Kita, die Pfadfinder und viele Köche, Organisatoren und Verkäuferinnen hatten gebacken, gebastelt, adventlich dekoriert, gekocht, gegrillt, es duftete nach Waffeln, Glühwein, indischen Gewürzen. „ So muss es sein“, hörte man von vielen Seiten. Und tönen tat es auch: Augusta spielte Adventliches auf dem Klavier. „Danke an alle Engagierten!“ Man unterhielt sich und erkundigte sich nach den Aussichten unserer Freunde in Indien für ihre Arbeit mit den Kindern in den Hostels, Schulen und Ausbildungsstätten. Denn der Rahmen, in denen sich Christen oder andere Minderheiten bewegen, wird zunehmend enger nach der Wahl eines fundamentalistischen Hindu zum Ministerpräsidenten.

In mehreren Missionsstationen sind 2015 tausende Obstbäume angebaut worden. Die Leiter der Missionsstationen zeigten den Dorfbewohnern und den größeren Kindern in den Hostels, wie man richtig pflanzt, in Eigenverantwortung wässert und pflegt, damit später mit Erfolg geerntet werden kann, wie Vorrat angelegt wird für dürre oder ertragslose Zeiten. Hilfe zur Selbsthilfe, vor allem im Bereich der Ernährung, ist neben dem schulischen Lernen ein stets aktuelles Ziel.

Dagegen gehören Dorffeste mit Wettspielen, wie wir sie von Kindergeburtstagen kennen – Kartoffellauf, Tauziehen, Reise nach Jerusalem – zu der Kategorie „spielend lernen“ und sind Lern-Programm für Männer, Frauen, Schwestern und alle Kinder.

Auch die Idee der Zeltschulen (= Sichtungsschulen) in den Urwalddörfern lebt weiter.

Der Missionsausschuss von St. Norbert dankt 68 Paten und allen Spendern, die im vergangenen Jahr Bildung und Fürsorge für viele Kinder in den Missionsstationen und für mittellose Slumchristen in Bhopal möglich gemacht haben.

(Carola Stricker)