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Zukunft von St. Franziskus

Zukunft von St. Franziskus

Am 24. November wurde André Sühling unter großer Beteiligung der Pfarreimitglieder als Pfarrer von St. Franziskus verabschiedet. Vom 25. November an hat die seit mehreren Jahren auf der Ebene des Seelsorgeteams und des Pfarreirats gestaltete Kooperation von St. Franziskus und St. Marien / St. Joseph (Kinderhaus-Sprakel) eine neue Dynamik bekommen.

Es gibt von der Bistumsleitung eine Einsatzplanung für das hauptamtliche Seelsorge-Personal der beiden Pfarreien.

Seit dem 25. November ist Pfarrer Ulrich Messing (Kinderhaus / Sprakel) Pfarrverwalter für St. Franziskus und die pastoralen Hauptamtlichen sind beauftragt für die gesamte Einheit. Im Bild oben sind neben diesen auch die Sekretärinnen, Kirchenmusikerinnen und Küster*innen der beiden Pfarreien zu sehen, die sich am 25. November zum ersten Mal getroffen haben.

Infos zu den Mitgliedern des Seelsorgeteams finden sich hier.

Es gibt keinen Ersatz für André Sühling, weder in seiner Eigenschaft als Pfarrer noch für seine seelsorgliche Arbeitskraft.

Damit nähern wir uns dem von der Personalabteilung ab 2020 für unseren beiden Pfarreien ausgewiesenen Stellenschlüssel von zwei Priestern, zwei Pastoralreferent*innen und zwei Priestern der Weltkirche an.

 Die hauptamtlichen Seelsorger werden das gewohnte „Arbeitspensum“ auf Dauer nicht aufrechterhalten können.
Zunächst sind alle Tätigkeiten in St. Franziskus gesichert: Gottesdienstordnung, Sakramentenvorbereitung im bekannten Konzept, seelsorgerische Präsenz, Pfarreiadministration.

Die Seelsorge-Teams werden ab Dezember verstärkt kooperieren und ihre Verantwortlichkeiten rund um Seelsorge und Gottesdienste klären. Es gilt dabei auch, sich Gedanken zu machen, an welchen Stellen hauptamtliche Arbeitskraft nicht gebraucht wird: weil Gemeinde dort ist, wo Frauen und Männer, Kinder und Jugendliche Gemeinde gestalten – bereits heute – und Hauptamtliche stärker in die Begleitung und Anleitung gehen können, anstatt „Lücken“ zu stopfen; weil die Pastoralpläne der Pfarreien spezifische Entwicklungsbereiche benennen – und manches eben nicht dazugehört.

Ja, Pastoral wird an „Breite“ verlieren (nicht alles ist möglich) und muss zugleich an „Tiefe“ (was wir tun möchten, tun wir richtig gut) gewinnen. Das ist eine Umwandlung, die das innere Bild von Kirche verändert und mit Unsicherheit und Ängsten einhergeht. Gemeinsam wird es uns aber gelingen.

Das Bistum gibt den beiden Pfarreien Handlungsfreiheit in der Gestaltung der konkreten Kooperation.
Im ersten Quartal 2020 startet mit Begleitung durch die Organisationsberatung des Generalvikariats der Unterscheidungs- und Entscheidungsprozess der Gremien, wie es weitergehen kann mit den beiden Pfarreien. Eine Option ist dabei die des Bistums („EINE Pfarrei als Gemeinschaft von Gemeinden“), aber auch andere Modelle sollen durchdacht werden. Leitend ist die Achtsamkeit darauf, was gut ist für die Menschen vor Ort.

Für diesen Prozess gibt es seitens der Bistumsleitung keine zeitlich bindende Vorgabe, aber die Erwartung, dass es bis zur Umsetzung maximal fünf Jahre dauern wird. Erfahrungsgemäß bewegt sich so ein Prozess in einem Korridor von zwei bis drei Jahren.

Inzwischen haben auch die ehrenamtlichen Mitglieder des Pfarreirats von Kinderhaus/Sprakel getagt und am 3. November folgenden Beschluss gefasst: 

„Als gewählte und berufene Mitglieder des Pfarreirats von St. Marien und St. Josef fordern wir das Bistum auf, sich von der Fusionsidee für unsere Pfarrei zu verabschieden und mit uns ein dezentrales Modell partnerschaftlich organisierter Gemeinden zu entwickeln. Wir sind zu Gesprächen mit den zuständigen Gremien von St. Franziskus bereit, stehen der Fusion aber sehr kritisch gegenüber und wollen über das „ob und wie“ einer Zusammenarbeit ergebnisoffen diskutieren.“

Wichtig ist dem Pfarreirat von Kinderhaus / Sprakel dabei die Feststellung, dass sich dieser Beschluss nicht „gegen“ St. Franziskus richtet, sondern gegen die vorrangige Option des Bistums für eine Fusion der beiden Pfarreien zu einer. Der Pfarreirat von Kinderhaus / Sprakel wird in einem Gespräch am 4. Februar 2020 dem Bistum mitteilen, unter welchen Konditionen sie zu einer engeren Kooperation mit St. Franziskus bereit sind.

Am 11. November haben sich die ehrenamtlichen Mitglieder des Vorstandes der Pfarreiräte aus St. Franziskus und St. Josef / St. Marien erstmalig getroffen.

Unser Vorstand war mit Bianca Hesselkamp, Andreas Vogt und Oliver Krehl vertreten. Der Abend diente dazu, sich gegenseitig über die aktuellen Stimmungen und Meinungen in den jeweiligen Pfarreien zu informieren, vor allem aber dem gegenseitigen Kennenlernen. Das Treffen fand in freundlicher Atmosphäre statt und war von gegenseitigem Verständnis geprägt. Es stellte sich heraus, dass die aktuelle Situation von beiden Vorständen in vielerlei Hinsicht gleich gesehen und gleich beurteilt wird.

Die kritische Haltung gegenüber einer vom Bistum angestrebten Fusion, liegt in keinster Weise in einer Ablehnung der anderen Pfarrei begründet, sondern richtet sich in erster Linie gegen das Vorgehen des Bistums, uns vor vollendete Tatsachen zu stellen. Wie das weitere Zusammenarbeiten der Gremien der beiden Pfarreien erfolgen kann, muss in weiteren Treffen mit Vertretern aller Gremien geklärt werden. Der Pfarreirat von St. Franziskus wird über sein weiteres Vorgehen in einer Klausurtagung vom 24. bis 26. Januar beraten.