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Impuls für die Ferien-Sonntage Wir laden herzlich ein zum Taize-Gebet am Sonntag um 18.30 Uhr in der Thomas-Morus-Kirche! Hier eine Anregung für einen spirituellen Moment oder Hausgottesdienst am Sonntag (Liedvorschlage siehe unten!):
  • Zu Beginn einen passenden Platz wählen und eine Kerze entzünden
  • Kreuzzeichen: Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
  • Einen Moment zur Ruhe kommen, den eigenen Atem wahrnehmen
  • Gebet (nach Psalm 145): Du mein Gott und König, dich will ich rühmen - immer, ohne Ende, will ich dir danken! Jeden Tag, Gott, will ich dir danken - immer, ohne Ende, will ich dich preisen! Du bist verlässlich in allem, was du sagst - und gütig in allem, was du tust. Du stützt alle, die zusammenbrechen - du richtest die Niedergebeugten auf. Sei allen nahe, die zur dir beten - beschütze alle, die dich lieben. Amen.
Aus dem Evangelium nach Matthäus (11,25-30, "Gute Nachricht"): Jesus rief aus: »Vater, Herr über Himmel und Erde, du hast angefangen, deine Herrschaft aufzurichten. Das hast du den Klugen und Gelehrten verborgen, aber den Unwissenden hast du es offenbar gemacht. Dafür preise ich dich!  Ja, Vater, so wolltest du es haben!  Mein Vater hat mir alle Macht übergeben. Niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand den Vater, nur der Sohn – und die, denen der Sohn ihn offenbaren will. Ihr plagt euch mit den Geboten, die die Gesetzeslehrer euch auferlegt haben. Kommt alle zu mir; ich will euch die Last abnehmen!  Ich quäle euch nicht und sehe auf niemand herab. Stellt euch unter meine Leitung und lernt bei mir; dann findet euer Leben Erfüllung. Was ich anordne, ist gut für euch, und was ich euch zu tragen gebe, ist keine Last.«
  • Impuls: Welche Last würde ich mir gerne von Jesus abnehmen lassen? Wer mag, kann sich an einem Online-Schrift-Schreibgespräch beteiligen!
  • Fürbitten:
    • Wir bitten für die Menschen in den Krisengebieten dieser Welt, die vor großen Herausforderungen stehen. Und wir bitten um den Zusammenhalt der Völker in Europa.
    • Wir bitten für alle, die lebensbedrohlich am Coronavirus erkrankt sind. Und für alle, die mit ihnen hoffen und bangen.
    • Wir bitten für alle Jugendlichen, die in diesem Sommer aus der Schule entlassen werden. Und wir bitten für alle Lehrerinnen und Lehrer.
    • Wir bitten für alle, die eine große Last tragen und daran verzweifeln. Und wir bitten auch für alle, die sorglos in den Tag gehen können.
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    • Anliegen von Menschen aus unserem Bistum finden Sie hier.
  • Vater Unser im Himmel ...
  • Segen: Es segne mich / uns der gütige Gott: der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.
  • Hier noch drei Lieder, die Sie je nach Stimmung singend, betend oder summend in den Gottesdienst einfügen können:
    • Komm, Schöpfer Geist (GL 351): Text und Musik
    • Komm, heilger Geist, mit deiner Kraft (GL 788): Text und Musik
    • Veni, Sancte Spritus, tui amoris ignem accende. Veni, Sancte Spiritus, veni, Sancte Spiritus! (Taize): Musik
Schöne Ferien mit unserem Ferienkalender! Für jeden Tag der Ferien einen kurzen Impuls - damit wünschen wir allen, die des lesen, eine erholsame, achtsame und gesunde Ferienzeit! Ferienkalender 2020 Raus aus Happyland - gegen Rassismus auch bei uns! Der folgende Beitrag stammt von Dr. Felin Lohr-Twagirashyaka, Mitglied unseres Pfarreirats.

"Nein, um Gotteswillen bin ich kein Rassist." Wirklich?

Nach dem Tod von George Floyd, verursacht durch das Drücken des Knies eines Weißen [1] Polizisten auf seinen Nacken, folgten Demonstrationen in der ganzen westlichen Welt. Diese Demonstrationen erinnern uns daran, dass der Rassismus in unserer Gesellschaft noch lange nicht verschwunden ist. Ich höre leider immer noch Stimmen in meiner Umgebung, die behaupten, dass es in Münster keinen Rassismus gäbe. Leider muss ich alle enttäuschen: wir Schwarze [2] Menschen in Münster erleben täglich Rassismus. Ich stelle hiermit meine eigenen Erfahrungen mit Rassismus in Münster dar. Als ich in Coerde einzog, erlebte ich einen unerwarteten Alptraum. Die erste Information war, dass mein Nachbar überhaupt nicht begeistert war, einen Schwarzen als Nachbarn zu haben. Sein rassistisches Verhalten ließ nicht lang auf sich warten. Der Ball meiner spielenden Kinder landete aus Versehen auf sein Grundstück. Bis heute hat er den Ball nicht zurückgegeben – trotz mehrmaligen Fragen und Klingeln an seiner Haustür. Eines Tages hat der DHL-Bote sein Paket bei uns abgegeben, damit wir das Paket an den Nachbarn weitergeben. Als dieser nach Hause kam, haben wir ihm sein Paket überreicht. Was für rassistische Beleidigung wir daraufhin von ihn zu hören bekamen: Wer hat euch die Erlaubnis erteilt, mein Paket zu berühren? Wir hatten dies zwar getan aus guten Gründen (Nachbarschaft-Unterstützung), aber er wollte davon nichts hören. Ein sehr frustrierendes Erlebnis. Der Schwarze Mensch leidet unter Rassismus viel stärker als andere Gruppen. Sogar innerhalb der Migrant*innen selbst ist der Schwarze Opfer von Rassismus. Im Rahmen von Iriba-Brunnen e.V. haben wir eine Kindertanzgruppe. Die Gruppe besteht aus verschiedenen Nationalitäten. Eines Tages kam ein Kind mit heller Haut (aber nicht ein Weißer Deutscher) und wollte nicht neben einem Schwarzen Kind stehen beim Tanzen. Als die Betreuerin fragte, warum sich das Kind so verhielt, antwortete das Kind, dass Schwarz schmutzig wäre. Das Schwarze Kind war traumatisiert und ist weinend nach Haus gegangen. Für die Betreuerinnen war dies eine Gelegenheit, allen Kindern beim nächsten Treffen zu erklären, dass alle gleich und genau so sauber sind. Nach den rassistischen Theorien, die die Rassen konstruieren, belegt die oberste Stufe der Weiße (helle Haut) und die unterste Stufe belegt der Schwarze. Im Fernsehen, Radio, bei anderen Medienlandschaften, im Kino oder sogar in einigen Volksliedern wird der Schwarze Mensch oft als der Dumme, Wilde, Hungernde dargestellt. Wer aber eine helle Haut hat ist meist klug, zivilisiert, wohlhabend – und glaubt „gerechtfertigt“ zu sein, Schwarze Menschen zu diskriminieren. Das ist, was das Kind unbewusst gegenüber dem Schwarzen Kind reproduziert hat. An einem sehr sonnigen Tag (30 Grad im Schatten) sagte mir ein Weißer Deutscher: „Für Sie ist die Sonne kein Problem?‘‘. Dies interpretierte ich als eine Abwertung und als einen unbewussten Kolonialgedanken. Es mag sein, dass meine Hautfarbe etwas mehr Sonne ertragen könnte als seine. Aber eine solche Anmerkung erweckt den Eindruck, dass Schwarz etwas Wildes ist, ohne Gefühl, ohne Empfindlichkeit ist, da er im Busch wohnt. Wenn Sie (als Weißer Deutscher) einen Schwarzen Menschen fragen: ‚, Woher kommen Sie? Wann kehren Sie zurück?‘‘- wissen Sie, dass Sie ihn verletzen? Denn es erinnert den Befragten daran, dass er hier nicht dazugehört. Für jemanden, der hier geboren ist oder die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, ist dies verletzend. Wir als Schwarze Menschen hören dies immer wieder. Wenn Sie „farbig“ oder „dunkelhäutig“ verwenden – wissen Sie, dass diese Wörter rassistisch beleidigende Begriffe sind? Es suggeriert nämlich ein unsichtbares „Wir“ als farblos und bezieht sich auf eine vermeintlich biologische Differenz. Es findet also eine Rassifizierung statt. Für die koloniale Ideologie und Weißsuprematie ist Weißsein die Norm und das Ideal. Diese beiden letzten Situationen bzw. Fragen zeigen, wie Schwarze Menschen täglich mit Rassismus konfrontiert werden und damit leben müssen. Der Weiße Deutsche, der immer noch denkt, es gäbe keinen Rassismus in Deutschland, profitiert nur davon (White Privilege). Er lebt im so genannten „Happyland“ (Tupoka Ogette, 2019) wo es keinen Rassismus gäbe. Nein, es gibt Rassismus, und wenn Sie dies bekämpfen wollen, bitte gehen Sie raus aus dem Happyland. Öffnen Sie Ihre Augen und Ohren. Sprechen Sie bitte mit den Opfern und nicht für sie. Wenn Sie Zeugen von Rassismus sind, bitte greifen Sie ein und sprechen darüber. Sie müssen wissen, wenn Sie in solchen Situationen nicht eingreifen, sich nicht einmischen, tragen Sie zur Verbreitung der Ideologie des Rassismus bei. Rassismus verschwindet nicht von sich allein. Wir müssen darüber laut sprechen. Also reicht es nicht zu sagen bzw. denken: „Ich bin kein Rassist‘‘. ________ [1] In rassistischkrtitischem Kontext (s. auch Tupoka Ogette, 2019: exit Racism. Unrast Verlag Münster) bezieht sich der Begriff Weiß auf eine politische Beschreibung und nicht auf eine Farbbezeichnung. [2] Schwarz: Der Begriff wird in diesem Kontext großgeschrieben. Es handelt sich nicht um das auf die Farbe bezogene Adjektiv ,,schwarz‘‘, sondern um eine politische Selbstbezeichnung. Weiteres bezieht er sich auf die gemachten Rassismus Erfahrungen von Menschen.  
Corona in Bhopal Die Situation der allermeisten Menschen in Deutschland angesichts der Corona-Pandemie ist nicht zu vergleichen mit den Überlebensängsten der Familien und Kinder in den armen Dörfern im Bistum Bhopal und den Armutsvierteln rings um Bhopal. Dort, wo wir noch im Oktober hoffnungsvolle Priester, Schwestern und Lehrerinnen in den Missionsstationen und glückliche Kinder in Kinderwohnheimen (Hostels) besucht haben, ist alles verlassen und leer. Mit nur 4 Stunden Vorlauf mussten am 24. März, dem Beginn der weltweit am grausamsten durchgeführte Ausgangssperre, alle Kinder fortgeschickt werden, zurück in die Slums und in Richtung der weit entfernt liegenden Dörfer.

Die Ausgangssperre wurde bis zum 3. Mai verlängert

Die überlebenswichtige Ernte konnte nur zum Teil und nur im Schutze der Dunkelheit eingebracht werden. Wanderarbeiter, die wegen der Schließung der Bahn- und Buslinien nicht mehr nach Hause in ihre Dörfer können, plündern verzweifelt Felder und Vorräte, die sie irgendwo ergattern können, um am Leben zu bleiben. Elendsbaracken entstehen rund um die Dörfer.

Die Ausgangssperre wurde im Mai noch einmal verlängert

Überall fehlt es an Wasser, Temperaturen über 40° C sind in Bhopal zu dieser Jahreszeit Normalität. Doch, dass alle dicht gedrängt in ihren Hütten darben  müssen, nichts zu essen und noch weniger sauberes Wasser zu trinken haben, treibt die Verzweiflung auf den Höhepunkt. Abstand halten – wie denn? Regelmäßig waschen und desinfizieren – keine Chance. Es herrscht panische Angst vor dem realen täglichen Hunger für Hunderttausende von Familien. Auf dem Lande war deshalb Corona bis vor kurzem auch nicht das Thema Nr.1. Erst durch die massenhafte Ankunft der Flüchtenden aus den Großstädten auf dem Lande verbreitet sich auch dort der Corona Virus hemmungslos. Hier in Deutschland, auch in unserer Pfarrei, entfallen Spenden und Wohltätigkeitsgelder, da die entsprechenden Veranstaltungen nicht stattfinden. In Indien entfällt die Ernte. Wir fragen uns: Werden wir die Mädchen und Jungen, die wir im Oktober 2019 gesund und munter angetroffen haben, noch bei unserem nächsten Besuch wiedersehen?

Wir bitten Sie um ihre Mithilfe!

Helfen Sie mit. Jede Spende kommt ohne Abzug und zuverlässig beim Erzbischof in Bhopal an und wird die Slumchristen, die Kinderwohnheime (Hostels), Krankenstationen und Garküchen der Schwestern finanziell unterstützen. Bankverbindung:  KG St. Franziskus Münster IBAN:                       DE79 4006 0265 0003 7840 00 Betreff:                    Bhopal Corona (Carola Stricker)
Erschrecken über Missbrauch in Münster

Erschrecken über Missbrauch in Münster

Der aktuelle Missbrauchs-Fall in Münster-Kinderhaus hat das Thema „Kinderschutz“, das in der letzten Zeit durch die Corona-Krise aus dem Blickfeld geraten war, wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Was sind di…

Bibel-Chat

Bibel-Chat

Am Sonntag, 26. Juli, findet um 11 Uhr wieder ein „Bibel-Teilen“ als Video-Chat statt.

Der Link dazu wird rechtzeitig hier bekannt gegeben.…

Corona in Timbiras – ein Brief des neuen Pfarrers

Corona in Timbiras – ein Brief des neuen Pfarrers

Heute erreichte uns ein Brief des neuen Pfarrers von Timbiras, Sepp Wasensteiner (Foto: (c) Manu Friederich, „Der Bund“)

Liebe Freunde in Deutschland,

Anfang dieses Jahres wurde ich nach über 28 Jahren meines Wirkens in de…

Peter Kossen über das Elend der Leiharbeiter*innen

Peter Kossen über das Elend der Leiharbeiter*innen

Peter Kossen, seit Jahren engagierter Aktivist für die Leiharbeiter*innen in der Fleischindustrie, erzählt:

Mein Bruder Florian ist Arzt und behandelt Arbeitsmigranten, Frauen und Männer aus Rumänien, Bulgarien und Polen täglich i…