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Corona in Bhopal

Corona in Bhopal

Die Situation der allermeisten Menschen in Deutschland angesichts der Corona-Pandemie ist nicht zu vergleichen mit den Überlebensängsten der Familien und Kinder in den armen Dörfern im Bistum Bhopal und den Armutsvierteln rings um Bhopal. Dort, wo wir noch im Oktober hoffnungsvolle Priester, Schwestern und Lehrerinnen in den Missionsstationen und glückliche Kinder in Kinderwohnheimen (Hostels) besucht haben, ist alles verlassen und leer. Mit nur 4 Stunden Vorlauf mussten am 24. März, dem Beginn der weltweit am grausamsten durchgeführte Ausgangssperre, alle Kinder fortgeschickt werden, zurück in die Slums und in Richtung der weit entfernt liegenden Dörfer.

Die Ausgangssperre wurde bis zum 3. Mai verlängert

Die überlebenswichtige Ernte konnte nur zum Teil und nur im Schutze der Dunkelheit eingebracht werden. Wanderarbeiter, die wegen der Schließung der Bahn- und Buslinien nicht mehr nach Hause in ihre Dörfer können, plündern verzweifelt Felder und Vorräte, die sie irgendwo ergattern können, um am Leben zu bleiben. Elendsbaracken entstehen rund um die Dörfer.

Die Ausgangssperre wurde im Mai noch einmal verlängert

Überall fehlt es an Wasser, Temperaturen über 40° C sind in Bhopal zu dieser Jahreszeit Normalität.
Doch, dass alle dicht gedrängt in ihren Hütten darben  müssen, nichts zu essen und noch weniger sauberes Wasser zu trinken haben, treibt die Verzweiflung auf den Höhepunkt. Abstand halten – wie denn? Regelmäßig waschen und desinfizieren – keine Chance.

Es herrscht panische Angst vor dem realen täglichen Hunger für Hunderttausende von Familien. Auf dem Lande war deshalb Corona bis vor kurzem auch nicht das Thema Nr.1. Erst durch die massenhafte Ankunft der Flüchtenden aus den Großstädten auf dem Lande verbreitet sich auch dort der Corona Virus hemmungslos.

Hier in Deutschland, auch in unserer Pfarrei, entfallen Spenden und Wohltätigkeitsgelder, da die entsprechenden Veranstaltungen nicht stattfinden. In Indien entfällt die Ernte.
Wir fragen uns: Werden wir die Mädchen und Jungen, die wir im Oktober 2019 gesund und munter angetroffen haben, noch bei unserem nächsten Besuch wiedersehen?

Wir bitten Sie um ihre Mithilfe!

Helfen Sie mit. Jede Spende kommt ohne Abzug und zuverlässig beim Erzbischof in Bhopal an und wird die Slumchristen, die Kinderwohnheime (Hostels), Krankenstationen und Garküchen der Schwestern finanziell unterstützen.

Bankverbindung:  KG St. Franziskus Münster

IBAN:                       DE79 4006 0265 0003 7840 00

Betreff:                    Bhopal Corona

(Carola Stricker)